Eine Altbauwohnung in einer Großstadt, irgendwo in Deutschland, irgendwann zwischen HIV- und Coronapandemie. Draußen: Winter, Schneeregen, Eisschneeregen. Es klingelt. Vor der Tür steht: Der Tod. Mal wieder. Na toll …Patient Zero 1 ist eine ebenso radikale wie humorvolle Kampfansage: gegen das Vergessen und Verdrängen der anderen, großen Pandemie des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts – der sogenannten AIDS-Pandemie –, gegen Stereotype und falsche Vorurteile, gegen die Vereinsamung und das Schweigen – und nicht zuletzt gegen den Tod selbst. Zugleich würdigt der Text all jene, deren Stimmen von einer angeblichen Mehrheitsgesellschaft nie gehört wurden, all jene, die bis heute stumm sind, aus Scham und Angst vor Stigmatisierung, der HIV-Positive nach wie vor ausgesetzt sind.
Die Uraufführung des Theaterstücks von Marcus Peter Tesch in der Regie von Sarah Kohm fand am 2. April 2024 am Staatstheater Kassel statt. Eine weitere Inszenierung brachte im September 2025 das Zimmertheater Tübingen heraus.
Szenenfoto: Joel Small alias Reflektra (c) Admill Kuyler/Staatstheater Kassel
Marcus Peter Tesch: „Patient Zero 1 (UA)“

